„Schubert in Szene gesetzt“ – Einladung zu einer außergewöhnlichen Entdeckungsreise zu einem großen klassischen Werk.
„Na super, eine Schubert-Sinfonie, letzte Woche hatten wir noch Filmmusik, da war wenigstens etwas los. Mal schauen was der Lehrer denn jetzt von uns will…“ – diese ungewohnten Töne sind in den diesjährigen Frühjahrskonzerten des Stader Kammerorchestern unter dem Motto „Schubert in Szene gesetzt“ zu hören. Zusammen mit der Theater-AG der IGS Stade präsentieren wir ein Konzert, in dem ein klassisches Werk nicht nur aufgeführt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes gleich mehrfach entdeckt wird.
Es geht um Franz Schuberts Sinfonie Nr. 8 in C-Dur, genannt „Die Große“, welche in den Jahren 1825/1826 entstand, jedoch zu Schuberts Lebzeiten nie aufgeführt wurde. Dennoch ist die Aufführungsgeschichte gut bekannt, denn Robert Schumann fand das Werk auf einer Reise nach Wien 1838 im Nachlass des Komponisten wieder und war begeistert: „Hier ist noch Leben in allen Fasern, Colorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall, schärfster Ausdruck des Einzelnen, und über das Ganze endlich eine Romantik ausgegossen, wie man sie nur von Franz Schubert kennt.“ Schumann regte daraufhin die Aufführung in Leipzig unter der Leitung von Felix Mendelssohn-Bartholdy an, welche ein voller Erfolg wurde. Durch die halbszenische Darstellung der Theater AG der IGS Stade wird diese Entdeckungsgeschichte für die Zuhörer im Konzert greifbar gemacht.
Dass die „Die Große“ bis heute nachwirkt, kommt im zweiten Teil der Werkeinführung zum Ausdruck. Dort
ist das Werk Thema einer sehr fortschrittlichen Musikklausur, und eine Schülerin setzt sich mit der Sinfonie
auseinander.
„Zum Glück haben wir … hochmoderne Abspielgeräte.“, denkt sie sich, denn tatsächlich stehen ihr in dieser
neuartigen Klausur das gesamte Stader Kammerorchester und sogar einzelne Stimmgruppen zum Nachhören
einzelner Passagen zur Verfügung. Dass dadurch die klugen Gedanken zum Werk nur so sprudeln, versteht
sich von selbst. Das Publikum hört dabei direkt mit und kann anschaulich an den Gedankengängen der
Schülerin teilhaben und so die Sinfonie mitentdecken.
Im zweiten Teil des Konzerts erklingt dann die gesamte Sinfonie von Anfang bis Ende.
Eröffnet wird das Konzert mit der Egmont-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven, der ein großes künstlerisches Vorbild und ein Wegbereiter für Franz Schubert war. Die Kandidatin umschreibt diese Tatsache später treffsicher mit den Worten „Naja, Schubert war ja auch Beethoven-Fanboy“.
Das Projekt wird vom Landschaftsverband Stade sowie von der Alles-Gute-Stiftung der Kreissparkasse Stade gefördert.
Die Konzerte unter der Leitung von Alexander Mottok finden statt am Samstag, den 07. Februar 2026 um 18 Uhr in der Markuskirche Stade-Hahle und am Sonntag, den 08. Februar 2026 um 17 Uhr in der St. Petri Kirche Osten.
Der Eintritt beträgt € 18 für Erwachsene und € 8 für Schüler und Studierende. Karten gibt es an der Abendkasse.
